Laktose-Intoleranztest

Die am häufigsten auftretende Überempfindlichkeit ist die Unverträglichkeit von Milchzucker – Lactoseintoleranz. Bei dieser Verwertungsstörung ist die Aktivität der Disaccharidase Lactase vermindert oder fehlt ganz. Disaccharidasen haben die Aufgabe, die mit der Nahrung aufgenommenen oder bei der Verdauung komplexer Kohlenhydrate entstehenden Disaccharide in die Monosaccharide Glucose und Galactose zu spalten.

Der Lactose-H2-Atemtest ist eine diagnostische Untersuchungsmethode zum Nachweis der Lactosemalabsorption, das heißt, der gestörten Aufnahme der Lactose aus dem Dünndarm.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  •     Durchfall, der bislang eine unklare Ursache aufweist
  •     Milchzuckerunverträglichkeit
  •     Blähungen, die eine bislang unklare Ursache haben
  •     Verschiedenen unklaren Symptomen wie Übelkeit, Völlegefühl oder Bauchschmerzen

Bei diesem Atemtest wird die Ausatemluft des Patienten in Bezug auf die Wasserstoffkonzentration vor Einnahme und jeweils alle zehn Minuten (bis zu vier Stunden) nach der Einnahme eines Testzuckers (200 ml Lactoselösung – Milchzucker) gemessen.
Das Prinzip der Untersuchung besteht darin, dass es bei verschiedenen Störungen im Dünndarm, die die Aufnahme von Lactose verhindern, zu einer vermehrten Produktion von Wasserstoff kommt, der durch die Darmwand in den Kreislauf und somit auch in die Lunge gelangt. Dort wird der Wasserstoff abgeatmet.
Der Untersucher kann dann eine vermehrte Wasserstoffabatmung als pathologischen Befund erkennen.

Der Patient sollte am Vortag der Untersuchung keine kohlenhydratreiche und ballaststoffreiche Nahrung zu sich nehmen. Ab dem Abend vor der Untersuchung darf nicht mehr gegessen, getrunken – außer Mineralwasser – und geraucht werden.
Am Morgen des Untersuchungstages darf nichts gegessen und getrunken werden, weder Süßigkeiten gegessen noch Kaugummi gekaut werden. Außerdem dürfen die Zähne nicht geputzt und kein Mundwasser oder Mundspray benutzt werden.